- Manfred Klein vom SC Siegburg hat das offene Turnier „Siegburger Schnelle“ 2017 gewonnen und ist damit zugleich Siegburger Stadtmeister im Schnellschach 2017.
- Mark Lamprecht vom SC Bonn/Beuel siegte bei der Offenen Lohmarer Blitz-Stadtmeisterschaft 2017.
- Bei der 28. NATO-Schachmeisterschaft 2017 in Budapest erreichten Guido Schott vom SV Hennef und Karl Koopmeiners vom SK Troisdorf die Plätze 36 (4.0/7 Punkte) und 49 (3.5 Punkte); das Team der deutschen Bundeswehr gewann die Mannschaftswertung.
- Im NRW-Viererpokal besiegte der Godesberger SK in der 1. und 2. Runde den MS Halver-Schalksmühle mit 2.5:1.5 und den SV Wermelskirchen mit 3.5:0.5. Der SV Hennef setzte sich zunächst gegen den SV Bergneustadt/Derschlag durch, unterlag dann jedoch dem Bahn-SC Wuppertal. Der SV Turm Sankt Augustin schied mit 0.5:3.5 gegen die SG Solingen aus.
- Bei der SVM-Blitzmannschaftsmeisterschaft 2016/17 in Lohmar belegte der SC Bonn/Beuel Platz 6 vor dem Godesberger SK (Platz 8) und der VdSF Bonn (Platz 10).
- Am 26.4.2017 wird das Finale im BKV-Mannschaftspokal 2016/17 zwischen den Mannschaften „BMVg“ und „BMI/BMF I“ ausgetragen.
- Am 7.4.2017 hat die Offene Swisttalmeisterschaft 2017 begonnen.
- Vom 15. bis 17.6.2017 findet in Wiesbaden-Niedernhausen das Finale der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft 2017 statt.
- Die SF Longerich geben bekannt, dass 2017 kein Longericher Sommer-Open stattfinden wird.
- Am 8.4.2017 ist die Einzelmeisterschaft der Schachjugend Mittelrhein 2017 in Morsbach gestartet.
- Am 18.3.2017 hat in Hennef die 4. Runde der Formel 1-Turnierserie 2016/17 der Schachjugend Bonn/Rhein-Sieg stattgefunden.
- Der SK Heimerzheim hat einen Fotobericht über die Offene Linksrheinische Meisterschaft 2017 veröffentlicht.
- Der SV Hennef präsentiert im 90. Jahr seines Bestehens – noch bis zum 24.4.2017 – im Rathaus der Stadt Hennef eine Ausstellung mit historischen Schachspielen aus der Sammlung von Dr. Jürgen Bendisch.
- Am 7.5.2017 findet in Billerbeck der Bundeskongress 2017 des Schachbundes NRW statt.
- Vom 29.4. bis 1.5.2017 führen der Deutsche Schachbund und die Deutsche Schachjugend in Berlin – parallel zur zentralen Endrunde der Schachbundesligen – die Bundesvereinskonferenz 2017 durch.
- Der Deutsche Sportbund hat als praktische Hilfe für die ehrenamtliche Vorstandsarbeit in Sportvereinen die Checkliste „Einnahmequellen eines Sportvereins“ erstellt.
- Die erst 14-jährige FM Jana Schneider von der SV Stetten hat die Deutsche Einzelmeisterschaft der Frauen 2017 gewonnen.
- Vom 13. bis 17.4.2017 findet in Zürich unter Beteiligung von Anand, Kramnik, Gelfand, Nakamura, Nepomniachtchi, Svidler, Pelletier und Oparin die Kortchnoi Zurich Chess Challenge 2017 statt.
- Der FAZ-Schachblog hat sich mit dem Thema Schachvereine in Deutschland beschäftigt.
- Der ARD-Weltspiegel hat über die Schachspielerin Phiona Mutesi aus Kampala in Uganda berichtet, deren Geschichte in dem Buch und Film „Queen of Katwe“ erzählt wird.
- Am 2.5.2017 erscheint das neue Buch von Garry Kasparov, „Deep Thinking. Where Machine Intelligence Ends and Human Creativity Begins“.
Lotzien BKV-Einzelmeister 2016/17
Hans Lotzien vom Godesberger SK ist (offener) BKV-Einzelmeister 2016/17. Er siegte in 6 von 7 Runden und spielte einmal Remis, in Runde 1 gegen Hans-Ferdinand Stuch (SC Bonn/Beuel). Den 2. und 3. Platz belegten Gregor Raupach (VdSF Bonn) und Joachim Raabe (Brühler SK). Vorjahressieger Oliver Albrecht (SC Bonn/Beuel) kam auf Rang 4.
Abschlusstabelle

Grenke Chess Classic & Open 2017
Vom 15. bis 22.4.2017 findet in Karlsruhe und Baden-Baden das Grenke Chess Classic 2017 statt. Weltmeister Magnus Carlsen sowie Fabiano Caruana, Maxime Vachier-Lagrave, Levon Aronian, Arkadij Naiditsch, Hou Yifan, Matthias Blübaum und Georg Meier treten bei diesem 7-Runden-Turnier gegeneinander an. Die Live-Übertragung erfolgt durch Chess24.
Parallel zu den ersten drei Runden läuft vom 13. bis 17.4.2017 in Karlsruhe außerdem das Grenke Chess Open 2017. Zu diesem 9-Runden-Turnier, das in drei Gruppen (A-, B- und C-Open) durchgeführt wird, haben sich bereits über 1100 Teilnehmer angemeldet, darunter mehr als 50 Großmeister.
Aus dem Schachbezirk Bonn/Rhein-Sieg gehen Sebastian Brandt und Niklas van der Valk (Godesberger SK) sowie Andreas Basilius Gikas (SC Bonn Beuel) im A-Open an den Start. Aktuelle Informationen zum Turnier findet man bei Twitter unter @GRENKEChess und mittels der Hashtags #grenkechess bzw. #grenkeopen.
Köhler Bezirksmeister 2016/17
Liebe Schachfreunde,
die Einzelmeisterschaft 2017 des Schachbezirks Bonn/Rhein-Sieg ist beendet. Ohne Verlustpartie Sieger mit einem halben Punkt Vorsprung wurde Christian Köhler mit 4 Punkten vor – der großen positiven Überraschung dieses Turniers – Peter Müller mit 3½ Punkten aus 5 Partien (beide vom Godesberger SK).
Erfreulich für den GSK, dass er mit dem Meister Christian Köhler und dem Vizemeister Peter Müller die beiden Direktqualifizierten für die Meisterschaft des Schachverbands Mittelrhein stellt. Den dritten Platz belegte Oliver Albrecht vom SC Bonn-Beuel mit 3 Punkten, der ebenso wie Stephen Kutzner vom GSK mit 2½ Punkten über sein diesjähriges Abschneiden enttäuscht sein wird. Beide haben sich aber über die Nachrückerliste für die SVM-Meisterschaft entschieden. Den 5. und 6. Platz teilten sich Timo Schäfer und Josef Hornischer mit jeweils 1,0 Punkten. Ich danke allen Beteiligten für ihr faires und problemloses Verhalten, das mir die Turnierleitung sehr leicht machte.
Mit besten Grüßen
Wolfgang Weiler
Abschlusstabelle

DWZ-Auswertung

Köhler SVM-Dähne-Pokalmeister
Christian Köhler vom Godesberger SK hat nach der Pokalmeisterschaft 2016/17 im Schachbezirk Bonn/Rhein-Sieg auch die Pokalmeisterschaft 2017 im Schachverband Mittelrhein gewonnen. Er setzte sich im Viertelfinale gegen Johann Engel (Brühler SK) durch, gewann im Halbfinale gegen Dr. Gernot Klein (Post-Telekom SV Aachen) und in der Finalrunde gegen Klaus Scharff vom SV Opladen. Letzterer hatte Vorjahressieger Dr. Philipp Lambry (Aachener SV) im Halbfinale überwunden.
C.F. Köhler – K. Scharff (Französisch, KIA)
1. e4 e6 2. d3 d6 3. g3 g6 4. Lg2 Lg7 5. f4 Se7 6. Sf3 f5 7. O-O c5 8. c3 Sbc6 9. Le3 O-O 10. Sbd2 Tb8 11. a4 a5 12. Db3 h6 13. Tad1 Kh7 14. Sc4 d5 15. Sb6 d4 16. Lc1 e5 17. Sxc8 Dxc8 18. Sxe5 Sxe5 19. fxe5 Lxe5 20. exf5 Sxf5 21. Tde1 Dc7 22. Dd5 Tbe8 23. c4 b6 24. Kh1 (mit der Idee, einem eventuellen Se3, Lxe3, dxe3, Txe3, Ld4 vorzubeugen)

24. … Ld6 (Hier ist 24. … Lxg3 eine Möglichkeit, 25. Txe8 Txe8 26. Txf5 gxf5 27. Dxf5+ Kg7 26. Le4 Txe4) 25. Txe8 Txe8 26. Le4 Te5 27. Da8 Dd7 28. Lf4 Te6 29. Lxf5 gxf5 30. Dd5 Tf6 31. Kg2 Kg6 32. Dg8+ (Le5!) Dg7 33. Dxg7+ Kxg7 34. Lxd6 Txd6 35. Txf5 Te6 36. Kf2 Kg6 37. Tf4 Te3 38. Tf3 Te5 39. h3 h5 40. Tf8 Te6 41. Tb8 Kf5 42. Tf8+ Kg6 43. h4 Te3 44. Tb8 Txd3 45. Txb6+ Kf5 46. Tb5 Ke4 47. Txc5 Td2+ 48. Kf1 Txb2 49. Txh5 d3 50. Ke1 Ke3 51. Te5+ Kd4 52. Txa5 Te2+ 53. Kf1 Kc3 54. Td5 Kc2 55. h5 Te6 (Th2!) 56. Kf2 d2 57. g4 d1=D 58. Txd1 Kxd1 59. Kf3 Kd2 60. Kf4 Kd3

61. Kf5 (Das bietet Schwarz wohl noch eine Chance, Remis zu halten: 61. …Th6 62. c5 Kd4 63. Kg5 Tc6 64. h6 Txc5+ 65. Kf6 Tc6+ 66. Kg5 Tc5+ 67. Kf4 Tc7 68. g5 Tf7+ 69. Kg4 Ke5 70. g6 Tf4+ 71. Kg5 =, nicht Kg3, da sonst Tf6 72. g7 Tg6+ 73. Kf3 Kf6. Besser ist daher direktes 61. g5!; vgl. das Bsp. 6.16 in Müller/Lamprecht, Fundamental Chess Endings, S. 168) 61. … Te8 62. g5 Tf8+ 63. Ke5 Te8+ 64. Kf6 Ke4 65. h6 Tc8 66. h7 Tc6+ 67. Kg7 Tc7+ 68. Kh6 Tc6+ 69. g6 Tc7 70. h8=D 1-0.
Köhler und Scharff sind damit beide für eine Teilnahme am NRW-Einzelpokal 2017 qualifiziert. Die beiden Finalisten dieses Wettbewerbs dürfen wiederum an der nächsten Pokalmeisterschaft des Deutschen Schachbundes teilnehmen. Die deutsche Pokaleinzelmeisterschaft und alle auf sie hinführenden Qualifikationsturniere werden aufgrund einer Stiftung des ehemaligen Präsidenten des Deutschen Schachbundes Emil Dähne seit 1971 auch Dähne-Pokal genannt.
Das Penrose-Rätsel
Die Zeitung „The Telegraph“ hat am 14.3.2017 ein Schachrätsel veröffentlicht, mithilfe dessen der britische Mathematiker und Physiker Sir Roger Penrose den Unterschied zwischen künstlicher Intelligenz und menschlichem Bewusstsein untersuchen will. Die abgebildete Aufgabe ist für Menschen relativ leicht, für Computer dafür umso schwerer zu lösen. Mitgegeben wird den Lesern die Aufgabe, zu beobachten und mitzuteilen, wie und wodurch sie auf die Lösung des Rätsels gekommen sind.
R. Penrose – The Telegraph, 2017

Weiß am Zug hält Remis
Auch die Daily Mail, der Daily Express und die Nachrichten-Webseite Mashable haben über das Rätsel berichtet. Bei Reddit gab es sofort eine wilde Diskussion. Auf Chessbase wurde das Penrose-Rätsel mit einer alten Studie verglichen, deren Lösung Schachcomputern ebenfalls Probleme bereitet:
W.E. Rudolph – La Strategie, 1912

Weiß am Zug hält Remis
Ungeachtet der Gemeinsamkeit besteht ein wichtiger Unterschied zwischen der Studie von Rudolph und dem Penrose-Rätsel darin, dass erstere eine eindeutige, mehrzügige Lösung hat (siehe unten)*, während für letzteres offenbar gar kein bestimmter Zug sondern eine generelle Handlungsanweisung als Lösung gefunden werden muss. Das ist einerseits ein Grund dafür, warum die Rudolph-Studie etwas „eleganter“ erscheint als das Penrose-Rätsel. Andererseits scheint das Penrose-Rätsel aufgrunddessen besser dazu geeignet zu sein, das Besondere der menschlichen Bewusstseinsleistung zu beobachten.
Was genau tut man? Der erste spontane Blick bei der Lösung des Rätsels geht auf konkrete Züge (cxb5+, c7), deren Konsequenzen der Mensch wie ein Computer berechnen könnte. Sofort stellt sich heraus, dass diese Züge dem Weißen nicht helfen sondern schaden. Auf diese Erkenntnis folgen intuitiv keine zusätzlichen Berechnungen sondern stattdessen Überlegungen zur Gesamtstellung. Was könnte der Aufgabensteller im Sinn gehabt haben? Diese Betrachtungsweise fördert zu Tage, dass der schwarze König und die schwarzen Schwerfiguren eingeschlossen sind und die schwarzen Läufer die weiße Blockade nicht angreifen können. Das Remis ergibt sich folglich daraus, dass Weiß die Blockade aufrechterhalten und nur seinen König bewegen kann.
Welchen Schluss kann man daraus für die Ausgangsfrage ziehen? Eine Besonderheit menschlicher Bewusstseinsleistung scheint offenbar die Fähigkeit zum spontanen Wechsel der Problemlösungsperspektive (oder allgemeiner gesprochen: der Sinnperspektive) zu sein. Im ersten Moment wird überlegt, ob ein bestimmter Zug im Vergleich zu anderen möglichen Zügen Sinn ergibt; im nächsten Moment, ob die aktuelle Stellung insgesamt im Vergleich zu anderen möglichen Stellungen einen besonderen Sinn haben könnte. Für einen solchen Wechsel der Sinnperspektive kann sich der Computer per definitionem nicht entscheiden, anderenfalls wäre er ein selbstbestimmt handelndes Wesen und keine Maschine. – Die Frage ist allerdings, ob ein derartiges spontanes Wechseln der Perspektive nicht auch simuliert werden könnte? Und möglicherweise geschieht der Perspektivwechsel im menschlichen Bewusstsein auch viel weniger spontan und selbstbestimmt als man zunächst meint?
* Lösung der Rudolph-Studie: 1. La4+ Kxa4 (1. … Kc4 2. Lb3+ Kb5 3. La4+) 2. b3+ Kb5 3. c4+ Kc6 4. d5+ Kd7 5. e6+ Kxd8 6. f5.
Kurzmeldungen 3/2017
- Mark Lamprecht vom SC Bonn/Beuel hat das 33. Lohmarer Schach-Open 2017 gewonnen; der Lohmarer Blitz Grand Prix 2017 beginnt am 7.4.2017.
- Bei der 21. Offenen Linksrheinischen Meisterschaft, ausgeschrieben vom SK Heimerzheim, TTC-GW Fritzdorf und den SF Rheinbach, siegte Robert Begri vom TTC-GW Fritzdorf.
- Am 27.4.2017 startet das vom SC Siegburg angebotene Siegburg Open 2017; am 9.3.2017 hat das Schnellschachturnier „Siegburger Schnelle“ begonnen.
- Die SG Niederkassel veranstaltet am 27.5.2017 das 2. Niederkasseler Jugend-Schnellschach-Open und am 27.8.2017 das 28. Schnellschachturnier „Das Schwert von Lülsdorf“.
- Bei den Ford SF Köln startet am 8.5.2017 das 24. Ford Open 2017.
- Die Schachabteilung der SG Kaarst führt vom 28.4. bis 1.5.2017 das 2. Rathausopen in Kaarst bei Düsseldorf durch.
- Jean-Pierre Fuß vom SV Turm Sankt Augustin berichtet zum Saisonende der 1. Kreisklasse über den Aufstieg der 2. Mannschaft seines Vereins.
- Die Deutsche Schachjugend sucht noch Helfer für eine Beteiligung am Jugendevent der Deutschen Sportjugend, das vom 3. bis 10.7.2017 in Berlin stattfindet.
- Unter der Beteiligung von Godesberger SK, SV Hennef und SV Turm Sankt Augustin beginnt am 1.4.2017 die Pokalmannschaftsmeisterschaft 2017 im Schachbund NRW.
- Der Kreissportbund Rhein-Sieg bietet für Vereinsvorstände und Mitarbeiter/innen in Sportvereinen am 27.3.2017 in Siegburg eine Infoveranstaltung über „Flüchtlinge und Sportvereine: rechtliche und steuerrechtliche Aspekte“ an.
- NTV hat über syrische Schachfreunde berichtet, die sich in Berlin der SVG Läufer Reinickendorf angeschlossen haben.
- Die Chinesin Tan Zhongyi ist neue Schachweltmeisterin.
- Vom 27.3. bis 10.4.2017 findet in St. Louis/Missouri die US Chess Championship 2017 statt.
- Der Film „Magnus – Der Mozart des Schachs“ ist ab 28.3.2017 auf DVD erhältlich.
- Der Münchener Verlag Knesebeck hat die Schachnovelle von Stefan Zweig als Graphic Novel neu herausgegeben.
Änderung der Bezirksturnierordnung
Die Jahreshauptversammlung des Schachbezirks Bonn/Rhein-Sieg (SBRS) hat am 30.1.2017 einen Beschluss zur Vereinheitlichung und Vereinfachung von § 10.8 der Bezirksturnierordnung gefasst. Diese Bestimmung betrifft den Auf- und Abstieg innerhalb der Mannschaftsmeisterschaft im SBRS.
Nach der bisherigen Fassung von § 10.8 entschied im Falle des Punktegleichstands zum Saisonende als Zweitwertung zuerst der direkte Vergleich:
„Bei Gleichstand in den Mannschaftspunkten entscheidet über Aufstieg und Abstieg das Ergebnis der Kämpfe der punktgleichen Mannschaften untereinander. Führt dies bei einem Teil der Mannschaften immer noch zu Punktgleichheit, so wird der direkte Vergleich unter den verbleibenden Mannschaften nochmals angewendet (auch mehrfach hintereinander). Sind nach dem direkten Vergleich mehr als zwei Mannschaften punktgleich, entscheidet unter diesen Mannschaften zuerst die Brettpunktwertung, danach das Los. Sind nach dem direkten Vergleich noch zwei Mannschaften punktgleich, wird ein Stichkampf durchgeführt. Endet dieser Kampf unentschieden, entscheidet die Berliner Wertung des Stichkampfes, danach das Los.“
Die Beschlussvorlage für den neuen § 10.8 lautete:
„Bei Gleichstand in den Mannschaftspunkten entscheidet über Meisterschaft, Platzierungen, Aufstieg und Abstieg die Anzahl der erreichten Brettpunkte. Dabei zählen die Ergebnisse gegen eine Mannschaft, die einen Mannschaftskampf kampflos verlor, nicht mit. Führt dies immer noch zu Gleichstand, so wird der direkte Vergleich unter den verbleibenden Mannschaften angewendet (auch mehrfach hintereinander). Sind nach den direkten Vergleichen immer noch zwei Mannschaften gleich, wird ein Stichkampf durchgeführt. Endet dieser Kampf unentschieden, entscheidet die Berliner Wertung des Stichkampfes, danach das Los.“
Hauptargumente für die Änderung sind,
- dass die bisherige Regelung nur den Auf- und Abstieg behandelte, aber nicht die Meisterschaft und die Tabellenplatzierung, sodass zwischen beidem aufgrund des subsidiären Eingreifens der Bundesturnierordnung des Schachbundes NRW theoretisch eine Abweichung hätte entstehen können, und
- dass die Brettpunktzahl als Hauptkriterium der Zweitwertung leichter nachzuvollziehen ist als der direkte Vergleich und die bisherigen Veröffentlichungen der Tabelle in der Presse und im Internet dementsprechend auch bereits die Brettpunktzahl für die Zweitwertung zugrunde gelegt haben.
Für die bisherige Regelung konnte angeführt werden, dass sie dafür sorgte, dass Mannschaften, die während der Saison kampflos gewonnen und dementsprechend Brettpunkte hinzuerhalten hatten, in der Abschlusstabelle hinsichtlich der Zweitwertung dadurch nicht übervorteilt wurden. Diesem Problem kommt die Neuregelung des § 10.8 jedoch ebenfalls bei, indem sie vorsieht, dass bei der Errechnung der Brettpunkte-Zweitwertung alle Ergebnisse gegen eine Mannschaft, die während der Saison einen Mannschaftskampf kampflos verloren hat, nicht mitzählen.
Die Änderung der Bezirksturnierordnung wurde mit 38 Stimmen bei 32 Gegenstimmen angenommen und gilt damit ab der Saison 2017/2018.
Von Häfen FIDE-Schiedsrichter
Der Weltschachbund FIDE hat Dieter von Häfen (SV Hennef), dem zweiten Vorsitzenden des Schachbezirks Bonn/Rhein-Sieg, am 3.3.2017 den Titel des FIDE-Schiedsrichters (FIDE Arbiter, FA) verliehen. Er ist der erste Träger dieses Titels im Schachbezirk Bonn/Rhein-Sieg und als solcher berechtigt, Wettkämpfe der Bundesliga und sonstige Normenturniere zu leiten. Wir gratulieren ihm sehr herzlich zu dieser Auszeichnung!
Wer sich für die Tätigkeit des Schachschiedsrichters interessiert, findet Informationen zum Regelwerk und zu der Stufenfolge der Schiedsrichterlaufbahn, innerhalb derer der FIDE-Schiedsrichter eine der beiden letzten und höchsten, internationalen Stufen ist, auf den Webseiten der Schiedsrichterkommission des DSB sowie der FIDE Arbiters‘ Commission.
DSAM-Qualifikationsturnier in Brühl
Vom 24. bis 26.2.2017 hat in Brühl bei Köln eines der sechs Qualifikationsturniere zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft 2016/17 stattgefunden. 361 Teilnehmer/innen gingen in sechs Gruppen (A-F) an den Start. Aus dem Schachbezirk Bonn/Rhein-Sieg konnten sich folgende Spieler für das Finale qualifizieren, das vom 15. bis 17.6.2017 in Niedernhausen bei Wiesbaden stattfinden wird:
- Dirk Richter (SG Siebengebirge) – 4. Platz in Gruppe B (TWZ 1901-2100)
- Oliver Bachem (TTC-GW Fritzdorf) – 7. Platz in Gruppe B (TWZ 1901-2100)
- Timur Suppert (VdSF Bonn) – 2. Platz in Gruppe C (TWZ 1701-1900)
- Klaus Fehlau (Godesberger SK) – 4. Platz in Gruppe D (TWZ 1501-1700)
- Elsi Banushi (SK Heimerzheim) – 4. Platz in Gruppe E (TWZ 1301-1500)
- Herbert Kaes (TTC-GW Fritzdorf) – 6. Platz in Gruppe F (TWZ bis 1300).
Unser Bezirkspokalmeister Christian Köhler (Godesberger SK) erreichte in Gruppe A (TWZ 2101-2300) Platz 18 mit 2.5/5 Punkten. Peter Neumann (Godesberger SK) wurde für 25 Teilnahmen an Turnieren der DSAM mit dem Silbernen Springer ausgezeichnet.

Peter Neumann – (Foto: ramada-cup.de)
Kurzmeldungen 2/2017
- Der Godesberger SK veranstaltet am 1.5.2017 das 45. Godesburg-Schnellturnier und vom 24. bis 30.7.2017 das 21. Godesburg Open.
- Der SV Hennef richtet vom 18. bis 20.8.2017 ein Elo-Sommer-Open aus.
- Die Schachabteilung des HTC Bad Neuenahr hat eine Webseite für die vom 7. bis 15.6.2017 stattfindenden ChessClassics 2017 (Schachmeisterschaft für Senioren) eingerichtet.
- Der Stadtsportbund Bonn veranstaltet am 10.6.2017 wieder einen Tag des Sports auf dem Bonner Münsterplatz und vom 12. bis 18.6.2017 eine Bonner Sportwoche.
- Der Landessportbund NRW stellt auf seinem Youtube-Kanal das 12-jährige Nachwuchstalent Ruben Köllner (DWZ: 2079, Elo: 2165) von der SG Bochum vor.
- Hans Lotzien vom Godesberger SK berichtet über seinen Besuch beim Schachturnier in Wijk aan Zee.
- Der FAZ-Schachblog beleuchtet ein interessantes technisches Detail der Schach-WM Anand-Kramnik 2008 in Bonn.
Schach-WM der Frauen 2017
Vom 10.2. bis 4.3.2017 findet in Teheran/Iran die Schachweltmeisterschaft der Frauen 2017 statt. An dem 6-rundigen K.O.-Turnier nehmen 64 Spielerinnen teil. U.a. gehen die ehemaligen Weltmeisterinnen Mariya Muzychuk (Ukraine), Ushenina (Ukraine), Kosteniuk (Russland), Stefanova (Bulgarien) und Zhu Chen (Qatar) sowie die amtierende Blitz- und Schnellschachweltmeisterin Anna Muzychuk (Ukraine) und die deutsche Nr. 1 Elisabeth Pähtz an den Start. Die amtierende Weltmeisterin und Nr. 1 der Weltrangliste, Hou Yifan aus China ist diesmal nicht beteiligt. Das Turnier wird mit Evgenij Miroshnichenko als Kommentator live übertragen.

Anna Muzychuk – (Foto: commons.wikimedia.org)
