26. Schachtreff Nickenich


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Am Wochenende 31.8./1.9.2019 veranstalten die SF Nickenich den 26. Schachtreff Nickenich 2019, bestehend aus dem 26. Rhein-Ahr-Mosel Jugend-Open am Samstag, 31.8., und dem 20. Pellenz-Cup für 4er-Teams am Sonntag, 1.9.2019. Letzterer beginnt um 10 Uhr und besteht aus 7 Runden Schnellschach mit einer Bedenkzeit von jeweils 15 Minuten zzgl. 10 Sekunden Inkrement pro Zug. Gespielt wird in 4er-Mannschaften, die auch vereinsübergreifend zusammengestellt werden können. Spielort ist die Pellenzhalle Nickenich in der Kolpingstraße, 56645 Nickenich. Weitere Einzelheiten zu Modus, Anmeldung sowie den Start- und Preisgeldern beider Turniere sind der vorstehenden Ausschreibung von Jens Wohde zu entnehmen.


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Brötchenturnier 2019


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Am Freitag, den 8.11.2019, veranstaltet der SV Erftstadt das 39. Erftstädter Mannschaftsblitzturnier („Brötchenturnier“) 2019. Gespielt wird in Vierermannschaften, 15 Runden Blitzschach mit 5 Minuten Bedenkzeit je Spieler und Partie. Spielort ist die Aula des Gymnasiums Erftstadt-Lechenich, Dr. Josef-Fieger-Straße 7 in 50374 Erftstadt. Turnierbeginn ist um 19.00 Uhr. In der Pause werden kostenlos belegte Brötchen gereicht. Weitere Einzelheiten zu Anmeldung, Startgeld und Preisen sowie zu Fragen der Mannschaftsbildung und -bezeichnung sind der vorstehenden Ausschreibung von Julian Spradley zu entnehmen.

Mannschaft und Verein

Der folgende Beitrag ist zwar durch konkrete Saisonvorbereitungen inspiriert, aber aus rein theoretischem Interesse geschrieben und dementsprechend neutral zu verstehen. Die Saisonvorbereitung für die Mannschaftsmeisterschaft 2019/20 im Schachbezirk Bonn/Rhein-Sieg läuft noch bis Ende Juli. Anfang August werden die Mannschafts-Aufstellungen im NRW-Ergebnisportal veröffentlicht. Die Saison beginnt dann am 8.9.2019 mit der ersten Runde der Bezirksklasse und der 2. Kreisklasse. Bezirksliga und 1. Kreisklasse starten am 15.9.2019.


Die Sommerzeit ist auch in den Schachvereinen die Zeit der Mannschaftsbildung. Zur Saisonvorbereitung gehört es, diejenigen Schachmannschaften zusammenzustellen, die in der nächsten Saison für den Verein in den verschiedenen Ligen antreten werden. Die Frage der Mannschaftsbildung ist in der Sportwissenschaft ganz allgemein ein vieldiskutiertes Problem. Im Folgenden soll eine Detailfrage kurz beleuchtet werden, die bei der Mannschaftsbildung in Schachvereinen eine besondere Rolle spielt.

Für die Bildung und Aufstellung von Mannschaften allgemein, aber besonders von Schachmannschaften besteht ein wesentlicher Problempunkt darin, dass sich zwei Ideen bzw. Ansätze der Mannschaftsbildung in einem gewissen Spannungsverhältnis zueinander befinden: einerseits die Idee der Bildung (und Fortführung) von Mannschaften, deren Mitglieder sich gut verstehen, die gemeinsam Erfolge (oder auch mal Mißerfolge) erleben und dementsprechend zusammenhalten, sich mit dieser Mannschaft identifizieren, – andererseits die (jeweils neue) Bildung von Mannschaften, deren Mitglieder entsprechend ihrer Leistung zusammengestellt und mit Blick auf ein bestimmtes Leistungsziel dieser Mannschaft zugeordnet werden. Schlagwortartig beschrieben stehen sich ein Traditionsprinzip und ein Leistungsprinzip gegenüber.

Im Schachsport ist dieser Gegensatz besonders maßgeblich, da in Form der DWZ- und Elo-Zahlen ein klares und allgemein anerkanntes Kriterium für die Leistungsbestimmung zur Verfügung steht. Die Vereine kommen nicht darum herum, die Grundsatzfrage für sich in der einen oder anderen Weise zu entscheiden oder aber einen Kompromiss zu finden, wobei durchaus auch uneinheitliche Handhabung (z.B. Bildung von Mannschaft 1 und 2 nach Leistungsprinzip, von Mannschaft 3 und 4 nach Traditionsprinzip) denkbar ist. Eine notwendige Vorzugswürdigkeit des einen oder anderen Prinzips, die aus dem Gedanken des Vereinssports als solchem zu folgern wäre, ist jedenfalls ad hoc nicht ersichtlich. Sowohl gemäß der Leistung optimal zusammengestellte und effektiv eingesetzte Mannschaften dienen dem Vereinsinteresse wie auch traditionell zusammenhaltende Mannschaften, deren Zusammenhalt natürlich auch auf den Verein insgesamt überwirkt und dabei die Grundidee des gemeinschaftlichen Sports überhaupt erst verwirklicht. Auch ist es sowohl denkbar, dass nach Leistungsprinzip zusammengestellte Mannschaften Zusammenhalt ausbilden, als auch, dass Traditionsmannschaften aufgrund ihres besonderen Zusammenhalts gute Leistungen erzielen.

Um vielleicht dennoch in dieser Frage etwas weiterzukommen, soll ein kurzer Vergleich angestellt werden zu einer Idee aus der deutschen Philosophie des 19. Jahrhunderts: Das Verhältnis zwischen Mannschaft und Verein erinnert doch auch an die Beziehung zwischen Familie und Staat in Hegels Rechtsphilosophie. In seinem rechtsphilosophischen Hauptwerk „Die Grundlinien der Philosophie des Rechts“ von 1820/21 setzt sich Hegel u.a. auch mit staatsphilosophischen Fragen auseinander und behandelt diese als dasjenige, was über (abstraktes) Recht und Moralität hinausgeht, die von ihm sogenannte „Sittlichkeit“. In dem so überschriebenen dritten Teil des Werks folgt Hegel wie gewohnt einer dialektischen, aus jeweils drei Schritten bestehenden Denkbewegung, These – Antithese – Synthese, und benennt diese für die Herleitung des Staates wie folgt:

Familie – Bürgerliche Gesellschaft – Staat

Familie und bürgerliche Gesellschaft (als die vorrangig an Wirtschaftsinteressen orientierte Gesamtheit der Bürger) stehen sich also als These und Antithese gegenüber, die im Staat als Synthese in dreifacher Weise „aufgehoben“, also bewahrt, verneint und zugleich auf eine höhere Stufe gehoben werden. Diese Anordnung könnte man doch, das wäre mein Vorschlag, im Wege der Analogie wie folgt auf die Bildung von Schachmannschaften im Verein übertragen:

Mannschaft – DWZ-Rangliste – Verein

Ähnlich wie die Familien bilden die bestehenden Mannschaften die kleineren Einheiten aus denen sich der Staat resp. Verein zusammensetzt und ursprünglich entwickelt (Traditionsprinzip/These). Dem steht die sich verändernde DWZ-Rangliste der Mitglieder gegenüber, die ebenfalls Berücksichtigung finden muss, damit der Verein seine Mitglieder und Mannschaften nicht möglicherweise ganz ineffektiv einsetzt, deren Berücksichtigung aber auch dazu führen kann, dass bestehende Mannschaften auseinander gerissen werden (Leistungsprinzip/Antithese). Im idealen Verein werden die beiden Ideen der Mannschaft einerseits und der Gesamtheit aller Mitglieder, geordnet nach Ranking, andererseits zueinander in Beziehung gesetzt, als sich wechselseitig bestimmend begriffen und dadurch in der zuvor beschriebenen Weise auf höherer Ebene „aufgehoben“.

Diese Synthese könnte man als Prinzip des gemeinschaftlichen Wettbewerbs (oder: der kompetitiven Gemeinschaft) bezeichnen. Dieses Prinzip bedeutet, dass bestehende und fortgeführte Mannschaften einerseits und die Rankingliste andererseits jeweils für sich einen gemeinschaftlichen Wettbewerb nicht herstellen können. Umgekehrt würde auch eine Unterdrückung des einen oder anderen Prinzips den Verein vom idealen Zustand auf einen unvollkommenen Teilaspekt seiner selbst reduzieren. Vereine ohne Mannschaften mit Teamgeist wären in letzter Konsequenz nicht mehr als Anmeldeagenturen für Turniere, die Einzelspielern nicht zugänglich sind. Mannschaftsbildung ohne Rücksicht auf das Ranking würde im Extremfall – je nach der zu erwartenden Gegnerschaft – auf Wettkämpfe ohne jede Herausforderung oder auf von vorneherein aussichtslose Wettkämpfe hinauslaufen. Man müsste sich Sisyphos als glückliches Vereinsmitglied vorstellen.

Positiv gewendet bedeutet gemeinschaftlicher Wettbewerb, dass mit Hegel ein dialektischer Zusammenhang zwischen Gemeinschaft und Wettbewerb gedacht werden muss, um den Vereinssport ganz zu erfassen. Was lässt sich dann folgern? (1.) Man muss natürlich mit der Herstellung des Zusammenhangs irgendwo anfangen, also die Mannschaftsbildung entweder bei den fortgeführten Mannschaften aus der Vorsaison oder bei der DWZ-Rangliste beginnen. Sehr schnell wird sich dann aber die jeweilige Antithese beimischen. Es ist (2.) außerdem sehr wahrscheinlich, dass im Prozess der Mannschaftsbildung bestimmte Personen die einzelnen Positionen von These, Antithese und Synthese verkörpern werden, die Mannschaftsführer und Stammspieler das Traditionsprinzip, die Leistungsträger oder besonders kompetitiv veranlagten Spieler das Leistungsprinzip und die Vereinsführung das Prinzip des gemeinschaftlichen Wettbewerbs. (3.) Wenn bei der Mannschaftsbildung eine Pattsituation entsteht, werden wahrscheinlich Spieler an der Auflösung des Patts beteiligt sein, die sowohl dem Traditions- als auch dem Leistungsprinzip etwas abgewinnen können, da sie dadurch zwei Perspektiven haben, vom Verein zu profitieren. (4.) Damit ein Verein wächst und zugleich stabile Strukturen ausbildet, braucht er sowohl eher leistungs- als auch eher traditionsorientierte Spieler. (5.) Mehr Spieler und mehr Mannschaften bedeuten allerdings nicht, dass sich für den Verein die Mannschaftsbildung vereinfachen wird; eher dürfte das Gegenteil der Fall sein. (6.) Schließlich zeigt sich, dass die Mannschaftsbildung in einem Verein nicht nur diesen selbst betrifft, sondern im Idealfall zugleich immer auch einen Beitrag zu einer fairen Mannschaftsmeisterschaft insgesamt leistet. – M.S.

4. Euskirchener Turm Open


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Am Wochenende 9. bis 11.8.2019 veranstaltet der SK Turm Euskirchen das 4. Euskirchener Turm Open 2019. Gespielt werden 5 Runden nach Schweizer System. Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für 40 Züge zzgl. 15 Minuten für den Rest sowie 30 Sekunden Inkrement von Beginn an. Spielort ist die Aula der Hermann-Josef-Schule, Keltenring 36-38 in 53879 Euskirchen. Weitere Einzelheiten zu Anmeldung, Startgeld und Preisen sind der beigefügten Ausschreibung von Turnierleiter Robert Herzwurm zu entnehmen.

Formel 1-Turnier in Godesberg


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Am Samstag, 25.5.2019, findet das 7. und letzte Turnier der Formel 1 Grand-Prix-Serie 2018/19 der Schachjugend Bonn/Rhein-Sieg in Bad Godesberg statt. Gespielt werden 7 Runden Schnellschach mit 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie. Das Turnier beginnt um 14 Uhr. Die Einzelheiten sind der beigefügten Ausschreibung zu entnehmen.

47. Godesburg-Schnellturnier

GM Andrey Sumets von den SF Lilienthal hat das 47. Godesburg-Schnellturnier 2019 gewonnen. In dem 11-Runden-Turnier mit 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie, das am 1.5.2019 (Maifeiertag) in der Stadthalle Bad Godesberg ausgetragen wurde, erzielte er 9.0 Punkte (7 Siege, 4 Remis) bei 83.0 Buchholzpunkten und konnte sich damit wie im Vorjahr sehr knapp gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. GM Felix Levin vom SV Lingen wurde mit ebenfalls 9.0 Punkten bei 81.5 Buchholzpunkten Zweiter. Der 16-jährige FM Jakob Leon Pajeken vom Hamburger SK kam mit 8.5 Punkten auf Rang 3. GM Vladimir Epishin (SV Lingen) und GM Vitaly Kunin (SC Mörlenbach), die Sieger der Jahre 2016 und 2017, belegten mit 8.0 bzw. 6.0 Punkten die Plätze 5 und 34.

Senkowski Sumets

Michael Senkowski mit Gesamtsieger Andrey Sumets – (Foto: M.S.)

Insgesamt nahmen 111 Schachspieler an dem von Michael Senkowski (Godesberger SK) geleiteten Turnier teil, darunter 5 GM, 3 IM und 5 FM. FM Alexander Suvorov von der SG Porz wurde – nach Pajeken – bester Jugendlicher (10. Platz, 7.5 Punkte). Der Damenpreis ging an WIM Olena Hess vom SV Weidenau/Geisweid (17. Platz, 7.0 Punkte). Bester Teilnehmer aus dem Schachbezirk Bonn/Rhein-Sieg war Mark Lamprecht von den SF Lohmar, der u.a. GM Kunin besiegen konnte und mit starken 8.0 Punkten auf Platz 7 kam, vor Niklas Schulte-Geers vom Godesberger SK (18. Platz, 7.0 Punkte).

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Gespielt wurde im Kleinen Saal der Stadthalle Godesberg – (Foto: Heinz Bitsch)


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