Tag des Sports 2018

Auch in diesem Jahr hätte das Wetter wieder nicht besser sein können. Bei schönstem Sonnenschein und wolkenfreiem Himmel veranstaltete der Stadtsportbund Bonn am Samstag, den 5.5.2018, von 11 bis 17 Uhr seinen alljährlichen Tag des Sports auf dem Bonner Münsterplatz.

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Tag des Sports 2018 – Schach auf dem Bonner Münsterplatz.

Der Godesberger SK war – wie in den Jahren zuvor – wieder stellvertretend für den Schachbezirk Bonn/Rhein-Sieg mit einem Präsentationsstand vertreten. Organisiert von Peter Henn und Michael Senkowski wurden ausgiebige Spielmöglichkeiten an Biertischen, das beliebte Großfeldschach sowie Vereinsflyer und Informationsgespräche angeboten. IM Rüdiger Seger spielte simultan. Die Veranstaltung war wie immer sehr gut besucht. Auch zahlreiche Vereinsmitglieder waren anwesend und trugen mit dazu bei, neue Interessenten für den Schachsport in Bonn/Rhein-Sieg zu gewinnen.

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IM Rüdiger Seger beim Simultanschach, hier gegen Robert Biedeköpper.


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46. Godesburg-Schnellturnier

GM Andrey Sumets von den SF Lilienthal hat das 46. Godesburg-Schnellturnier 2018 gewonnen. In dem 11-Runden-Turnier mit 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie, das am 1.5.2018 (Maifeiertag) in der Stadthalle Bad Godesberg ausgetragen wurde, erzielte er 8.5 Punkte (6 Siege, 5 Remis) bei 81.5 Buchholzpunkten. Der Startranglistenerste GM Vladimir Epishin (SV Lingen) wurde sehr knapp Zweiter, IM Yuri Boidman (SC Heimbach-Weis) Dritter; beide ebenfalls mit 8.5 Punkten, bei 79.0 bzw. 70.0 Buchholzpunkten.

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Gesamtsieger GM Andrey Sumets mit Michael Senkowski – (Foto: Heinz Bitsch)

Insgesamt nahmen 109 Schachspieler an dem von Michael Senkowski (Godesberger SK) geleiteten Turnier teil, darunter 4 GM, 8 IM und 3 FM. Alex Browning (MS Halver-Schalksmühle) wurde bester Jugendlicher (8. Platz, 8.0 Punkte). Der Damenpreis ging an Maria Chaus vom Satranc Club in Köln (44. Platz, 6.0 Punkte). Timur Suppert (VdSF Bonn) gewann die Ratingklasse unter 2100 DWZ (10. Platz, 8.0 Punkte). Damit war er zugleich bester Teilnehmer aus dem Schachbezirk Bonn/Rhein-Sieg vor Pawel Grabowski vom Godesberger SK (11. Platz, 7.5 Punkte).

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Gespielt wurde im Kleinen Saal der Stadthalle Godesberg – (Foto: Heinz Bitsch)


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Kart gewinnt BKV-Turnier

Boris Kart vom Brühler SK hat die Einzelmeisterschaft 2017/18 im Betriebssport-Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg gewonnen und ist damit Offener BKV-Einzelmeister 2018. In dem 7-Runden-Turnier, das in der Zeit von Oktober 2017 bis April 2018 am jeweils ersten Donnerstag des Monats in der Kantine der Deutschen Telekom abgehalten wurde, erzielte er 6.0 Punkte (5 Siege, 2 Remis). Vorjahressieger Hans Lotzien (Godesberger SK) und Joachim Raabe (Brühler SK) belegten mit jeweils 5.5 Punkten die Plätze 2 und 3. Besondere Erwähnung verdient Daniel Gerigk (VdSF Bonn), der mit 5.0 Punkten von Startrang 14 auf den 4. Platz kam und sich über einen DWZ-Zugewinn von 55 Punkten freuen darf.

Abschlusstabelle

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Kandidatenturnier in Berlin

Der 22.3.2018 war ein nasskalter Tag in Berlin. Als ich gegen halb 3 Uhr nachmittags mit der Linie U2 am Gleisdreieck ankam und die letzten Meter durch den Nieselregen zum Kühlhaus ging, hatte ich ehrlich gesagt Zweifel, ob mein Besuch beim Kandidatenturnier so gut werden würde, wie ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte. Zum einen aufgrund einiger negativer Berichte, die ich gelesen hatte, zum anderen aufgrund des Umstands, dass meine beiden persönlichen Favoriten, Kramnik und Aronian, zu diesem Zeitpunkt – vor der 10. Runde – ganz wider Erwarten nicht den Tabellenanfang sondern das Tabellenende besetzten. Vielleicht wegen dieser zurückgenommenen Erwartung wurde ich dann aber, als ich das Kühlhaus betrat, wirklich positiv überrascht. Hier meine Eindrücke:

Im Eingangsbereich wurde man zunächst durch eine große Wandtafel über die Paarungen der einzelnen Runden informiert und konnte sich im Erdgeschoß zudem eine kleine Ausstellung der Emanuel-Lasker-Gesellschaft über den zweiten Schachweltmeister anschauen, der in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag feiert. Durch ein echtes Berliner Treppenhaus gelangte man von dort in die im 1. Stock gelegene „Spielzone“.

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Spielzone: Kramnik trinkt vor der Partie einen Tee.

In diesem Bereich konnte ich vor der Runde beobachten, wie Kramnik noch einmal von seinem Manager Carsten Hensel aufgemuntert wurde (dessen neue Kramnik-Biographie übrigens sehr zu empfehlen ist). Aronian machte hingegen leider den Eindruck, erkältet zu sein.

Die Partien wurden gestartet und dann war plötzlich die Anspannung zu spüren. Es ist schwer zu beschreiben, aber selbst die Anfangszüge der Italienischen Partie erscheinen wie eine übermenschliche Leistung, wenn man aus nächster Nähe sieht, wie die Spieler bei diesem wichtigen Turnier im Scheinwerferlicht sitzen und aus drei verschiedenen Blickwinkeln für Zehntausende Zuschauer gefilmt werden.

Dabei war es sehr interessant, die unterschiedlichen Herangehensweisen der Spieler zu erleben: Während z.B. Karjakin seine Zeit fast durchgehend konzentriert und beinahe unbeweglich am Brett verbrachte, sprang Kramnik nach wirklich jedem Zug sofort auf, um sich in den Aufenthaltsbereich zu begeben (und dort auf und ab zu laufen). Caruana wandelte derweil ruhig durch den Saal und sah sich immer wieder das Spielgeschehen an den anderen Brettern an, vermutlich auch aus turnierstrategischen Gründen.

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Balkon: Hauptschiedsrichter Klaus Deventer, Grischuk-Karjakin, Kramnik.

Oberhalb der Spielzone gelegen befanden sich in der 2. und 3. Etage zwei Balkone, von denen man die Partien gut erkennbar aus der Vogelperspektive betrachten konnte. Der gesamte Veranstaltungssaal machte besonders aus diesem Blickwinkel einen starken Eindruck – eine kunstvolle Mischung aus Martial-Arts-Arena und Bibliothekslesesaal.

Ein weiteres Stockwerk höher schloss sich die „Fanzone“ an. Hier erhielten die Schachfans an diesem Tag eine deutsche Kommentierung der Spiele durch den von Chess24 bekannten GM Ilja Zaragatski und die deutsche Spitzenspielerin IM Elisabeth Pähtz. Zu Gast war außerdem Fußballtrainer Felix Magath, der an diesem Tag den ersten Zug in der Partie Mamedyarov – Caruana ausführte.

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Fanzone: Ilja Zaragatski mit Felix Magath.

Während die Begegnung Mamedyarov – Caruana und die Partien Grischuk – Karjakin sowie Ding – So an diesem Tag Remis ausgingen, entwickelte sich in Kramnik – Aronian nach positionell geprägter Anfangsphase erneut eine messerscharfe Stellung. In Zeitnot griff Aronian mit 36. … Db6-c7 fehl und ließ Kramniks 37. Sf6-e8+! zu.

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Kramnik – Aronian, Stellung nach 37. Sf6-e8+.

Nach diesem Abzugsschach konnte zwar die weiße Dame geschlagen werden, jedoch wäre dann mit Txf8+ Lg8 Txg8 ein zweizügiges Matt gefolgt. Mit dieser schönen Kombination konnte Vladimir Kramnik glücklicherweise seine Verlustserie beenden und war in der darauffolgenden Pressekonferenz, die in Berlin für jedermann zugänglich war, dementsprechend gut gelaunt. Gute Chancen also für Autogrammjäger, die von Kramnik nach der Befragung dann auch tatsächlich ausgiebig bedient wurden. Der Andrang war allerdings riesig.

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Pressekonferenz mit Kramnik, FIDE-Pressesprecherin Anastasiya Karlovich, Aronian.

Einer sehr guten Freundin, die mit mir das Turnier besuchte, gelang es – dank russischer Sprachkenntnisse – nicht nur von Karjakin sondern sogar auch noch von Kramnik ein Autogramm zu erhalten (siehe Foto). Das schien mir schon ein unglaubliches Glück, dann passierte jedoch etwas noch Verrückteres. Der Weltmeister versuchte nämlich plötzlich aus dem Menschenpulk zu entkommen und lief dabei allerdings nicht in Richtung Ausgang, sondern in die genau entgegengesetzte, nämlich meine Richtung. Hilfsbereit wie ich bin, zeigte ich ihm den richtigen Fluchtweg und durfte dafür ein Selfie mit ihm aufnehmen. – Der perfekte Abschluss eines gelungenen Tags beim Berliner Kandidatenturnier. (Eventuelle Fortsetzung folgt.)

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Siehe auch:

Blitzturnier in Lohmar

Am Samstag, den 3.3.2018, findet im Anschluss an die letzte Runde des 34. Lohmar Schach-Opens 2018 – ab ca. 14.00 Uhr – die diesjährige Offene Lohmarer Blitzstadtmeisterschaft statt. Gespielt wird abhängig von der Teilnehmerzahl ein Turnier nach Schweizer System oder ein Rundenturnier. Die Bedenkzeit beträgt 5 Minuten pro Spieler und Partie. Der Gewinner erhält einen Pokal; Startgeld wird keines erhoben. Das Turnier ist für jeden frei zugelassen. Spielort ist die Villa Friedlinde, Bachstraße 12, in 53797 Lohmar. Die Turnierleitung liegt bei Sven Holger Akstinat von den SF Lohmar.


DSAM-Vorrunde 2017/18 in Brühl

Christian Köhler vom Godesberger SK hat bei der Vorrunde der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft 2017/18 in Brühl mit 4.5 Punkten aus 5 Runden und einem ganzen Punkt Vorsprung die A-Gruppe für Spieler mit einer TWZ von 2101 bis 2300 gewonnen. In dem wie jedes Jahr an Karneval im Brühler H+ Hotel (ehemals Ramada) veranstalteten Turnier konnte er 4 Partien für sich entscheiden und spielte nur gegen die zweitplatzierte Landestrainerin des Schachbundes NRW WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky remis. Er steigerte dadurch seine DWZ um beachtliche 37 Punkte von 2199 auf 2236 (Turnierleistung: 2512).

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A-Gruppen-Sieger Christian Köhler (vorne links), neben Carmen Voicu-Jagodzinsky, SV Hemer (2. Platz) und Detlev Wolter, Bochumer SV (3. Platz) – (Foto: dsam-cup.de)

In der B-Gruppe (TWZ 1901-2100) belegten Robert Biedeköpper vom Godesberger SK, Oliver Bachem vom TTC-GW Fritzdorf und Timur Suppert von der VdSF Bonn mit jeweils 4.0/5 Punkten die Plätze 2, 3 und 5. SBRS-Jugendwart Thomas Kühne vom SV Turm Sankt Augustin kam in der C-Gruppe (TWZ 1751-1900) mit ebenfalls 4.0/5 Punkten auf Rang 5. In der D-Gruppe (TWZ 1601-1750) erreichten Arndt von Itter (VdSF Bonn) und Jean-Pierre Fuss (SV Turm Sankt Augustin) mit jeweils 4.0/5 Punkten die Plätze 3 und 6. Peter Braun (TTC-GW Fritzdorf) und Werner Völker (SG Siebengebirge) – in seinem ersten offiziell gewerteten Schachturnier – belegten in der (neuen) G-Gruppe (TWZ <1201) mit 4 bzw. 3.5/5 Punkten den 3. und 8. Rang. Alle Genannten haben sich damit für die DSAM-Endrunde qualifiziert, die in diesem Jahr vom 31.5. bis 2.6. in Leipzig stattfinden wird.

Auch bei den Ehrungen für die regelmäßige Teilnahme an DSAM-Turnieren waren diesmal wieder Spieler aus dem Schachbezirk Bonn/Rhein-Sieg vertreten: Hans-Jürgen Karwatzki von der VdSF Bonn wurde für 25 Teilnahmen an DSAM-Turnieren mit dem Silbernen Springer ausgezeichnet. Den bronzenen Springer für 10 Teilnahmen erhielten Klaus Fehlau und Jan Mantau, beide vom Godesberger SK. Zudem stellte der SBRS mit Siegmar Saul (SC Bonn/Beuel), 86,  den ältesten Teilnehmer des aktuellen Turniers.

Das bei Schachspielern aus dem Köln/Bonner Raum beliebte Brühler Turnier fand in diesem Jahr mit 353 Teilnehmern statt und wurde – das war eine Premiere – von der NRW-Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt Andrea Milz (CDU) persönlich eröffnet. Milz spielt selbst Schach und ist Mitglied im SC Empor Maulwurf Bonn (DWZ: 1639). Eine weitere Neuerung gab es bei den Regeln zur Gruppeneinteilung. Während man früher stets aufgrund der höheren Zahl (DWZ/Elo) zugeordnet wurde, kann man es sich jetzt und künftig bei zweifacher Zuordnungsmöglichkeit (z.B. DWZ 1800, Elo 2000) selbst aussuchen, in welcher Gruppe man mitspielen möchte.


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Albrecht Bezirksmeister 2017/18

Oliver Albrecht vom SC Bonn/Beuel hat nach der Pokalmeisterschaft auch die Einzelmeisterschaft 2017/18 im Schachbezirk Bonn/Rhein-Sieg für sich entschieden und ist damit in dieser Saison Double-Sieger. Zu diesem Erfolg gratulieren wir ihm sehr herzlich! Albrecht blieb mit 3.5 Punkten aus 4 Partien auch in der Einzelmeisterschaft ungeschlagen und einigte sich nur in der abschließenden 5. Runde mit dem Zweitplatzierten Markus Schumacher vom Godesberger SK auf ein Remis. Die zweite Begegnung der Schlussrunde gewann Reiner Queck (SC Turm Windeck) gegen Klaus Fehlau (Godesberger SK); Peter Müller vom Godesberger SK hatte diesmal spielfrei. Die nachzuholende Partie Queck gegen Schumacher aus der 4. Runde ging 0:1 aus.

Albrecht und Schumacher sind damit nun für die Einzelmeisterschaft im Schachverband Mittelrhein qualifiziert, die laut SVM-Terminübersicht am Fronleichnams-Wochenende (31.5. bis 3.6.2018) stattfinden soll. Im letzten Jahr hatte diesen Wettbewerb Stephen Kutzner vom Godesberger SK gewonnen, der sicherlich auch in diesem Jahr wieder teilnehmen wird, um seinen Titel als Verbandsmeister zu verteidigen. Die drei Bestplatzierten der Verbandsmeisterschaft qualifizieren sich wiederum für die darauffolgende NRW-Einzelmeisterschaft.

Ergebnisse

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Abschlusstabelle

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