Ergebnisse der 6. Rd. und Paarungen der 7. Rd. sind online!
Autor: sbbrs
NRW führt Kadersystem ein
Der Ende März in Rösrath abgehaltene Bundeskongress des Schachbundes NRW hat für das System der Mannschaftsbildung im Rahmen der NRW-Mannschaftsmeisterschaften eine wichtige Neuerung erbracht. Für alle Spielklassen auf NRW-Ebene (NRW-Oberliga, NRW-Liga in 2 Gruppen, NRW-Klasse in 4 Gruppen) und beginnend mit der Spielzeit 2025/26 wird das aus der Bundesliga bekannte sog. Kadersystem mit festen Mannschaftskadern eingeführt. Das bisherige sog. Ranglistensystem mit Ersatzstellung aus tieferen Mannschaften wird damit auf NRW-Ebene abgeschafft.
Betroffen von dieser neuen Regelung sind aus dem Schachbezirk Bonn/Rhein-Sieg zunächst drei Vereine bzw. vier Mannschaften. Der Godesberger SK ist mit zwei Mannschaften auf NRW-Ebene vertreten, aktuell in der NRW-Oberliga und in der NRW-Klasse 4. Die VdSF Bonn spielt in der NRW-Liga 1. Der SC Bonn/Beuel ist aktuell in der NRW-Klasse 4 aktiv, mit sehr guten Aufstiegschancen in die NRW-Liga. Hinzukommen könnte noch die aktuell in der Regionalliga aktive SG Siebengebirge. Sie hat bei noch einem verbleibenden Spieltag gute Chancen, zur nächsten Saison in die NRW-Klasse aufzusteigen.
Während in den genannten Mannschaften bislang im Laufe der Saison vorher nicht festgelegte Ersatzspieler aus unterklassigen Mannschaften desselben Vereins zum Einsatz kommen durften, wird diese sog. Ersatzstellung auf NRW-Ebene künftig wegfallen. Stattdessen gilt ab dem Herbst Folgendes:
- Der gesamte Kader einer Mannschaft muss vom Verein bereits zu Saisonbeginn – Meldetermin: 1.8. – abschließend festgelegt werden. Angetreten wird weiterhin mit jeweils 8 Spielern. Eingesetzt werden dürfen künftig aber nur noch die Spieler aus dem festgelegten Kader. Dieser setzt sich aus maximal 18 bzw. 20 Spielern zusammen. Von diesen sind 8 Stammspieler und 10 bzw. 12 sog. Stammersatzspieler. Die Erweiterung des Kaders auf die Stärke von 20 Spielern insgesamt (mit 12 Stammersatzspielern) ist dann möglich, wenn in dieser Mannschaft zwei U20-Spieler gemeldet werden.
- Für die 10 bzw. 12 Stammersatzspieler einer Mannschaft gilt: Sie dürfen zugleich in einer tieferen Mannschaft des Vereins gemeldet werden und dort Mannschaftskämpfe bestreiten. Hierbei sind mit tieferen Mannschaften – soweit ersichtlich – nicht nur tiefere Mannschaften gemeint, die auf Verbands- oder Bezirksebene aktiv sind, sondern auch weitere Mannschaften eines Vereins, die in einer tieferen NRW-Spielklasse spielen. In der tieferen Mannschaft kann der Stammersatzspieler dann allerdings nur Stammspieler, nicht ein zweites Mal Stammersatzspieler sein.*
- Nachdem ein solcher Stammersatzspieler an drei Spieltagen in einer Kader-Mannschaft eingesetzt worden ist, hat er sich in dieser (höheren) Mannschaft „festgespielt“, und darf für den Rest der Saison nicht mehr in der anderen (tieferen) Mannschaften eingesetzt werden. Dabei gelten in der NRW-Oberliga die an mehreren aufeinander folgenden Tagen gespielten Mannschaftskämpfe als ein Spieltag.
- Für die 8 Stammspieler einer Kader-Mannschaft gilt: Sie dürfen nicht zugleich in einer tieferen Mannschaft gemeldet werden, wohl ist es aber möglich, sie in einer höheren Mannschaft desselben Vereins als Stammersatzspieler zu melden.
- Die beiden U20-Spieler, die den Kader von 18 auf 20 Spieler erhöhen können, dürfen in der Rangfolge der Kader-Mannschaft an beliebiger Stelle gemeldet werden und sind dann – soweit ersichtlich – entsprechend ihrem Platz in der Rangfolge entweder als Stamm- oder als Stammersatzspieler zu behandeln.
Dies sind die sich unmittelbar aus § 10 Bundesturnierordnung i.V.m. § 2.1 Allgemeine Spielordnung NRW n.F. ergebenden Änderungen. Wie sich die Neuregelung im Einzelnen auf den Spielbetrieb auswirken wird, muss sich zeigen. Ein Gewinn, der unmittelbar ins Auge fällt, liegt sicherlich darin, dass durch die Sonderregel für U20-Spieler ein starker Anreiz für die Vereine gesetzt wird, ambitionierte Jugendspieler in ihre NRW-Mannschaften aufzunehmen. Darüberhinaus werden jüngere Spieler, die gerne viel spielen, indirekt auch dadurch gefördert, dass sie in zwei Mannschaften gemeldet werden können und sich dabei die Gesamtzahl möglicher Einsätze im Vergleich zum bisherigen System erhöht.
Ansonsten werden von der Neuregelung vermutlich auch die allgemein aktiveren, regelmäßig einsatzbereiten Spieler einer Mannschaft profitieren. Mit Blick auf Gelegenheitsspieler, die nur selten oder gar nicht mehr spielen können, aber ihrer früheren Mannschaft noch verbunden bleiben wollen, wird sich für die Spielleiter der Vereine wahrscheinlich in dem ein oder anderen Fall die schwierige Entscheidungsfrage stellen, ob die Aufstellung im Kader noch zu rechtfertigen ist. Für die Mannschaftsführer wird das Kadersystem demgegenüber vermutlich zu einer Entlastung führen. Denn die Aufgabe, Ersatzspieler für die Mannschaft in Betracht zu ziehen, stellt sich künftig nicht mehr in jeder Runde auf’s Neue, sondern muss vom Verein bereits abschließend zu Beginn der Saison gelöst werden. (ms)
Update (5.6.2025): Turnierdirektor Frank Strozewski hat in einem Artikel auf der Webseite des Schachbundes NRW die Ersatzspielerregelung im Kadersystem anhand einiger Beispielsfälle erklärt. Aus diesen wird insbes. ersichtlich, wann ein Spieler aus der tieferen Mannschaft sich in der höheren Mannschaft „festspielt“.
* Diese Aussage stützt sich auf § 10.2 BTO NRW, in dem es a.E. heißt: „Ein Spieler darf nur in einem Mannschaftskader als Stammersatzspieler gemeldet werden.“ Die zweimalige Meldung eines Spielers als Stammersatzspieler ist somit zumindest für NRW-Mannschaften ausgeschlossen. Fraglich ist, ob ein Stammersatzspieler einer NRW-Mannschaft auch als Stammersatzspieler in einer Nicht-Kadermannschaft auf Verbands- oder Bezirksebene gemeldet werden kann. § 10.2 schließt dies nicht explizit aus, jedoch ließe sich nach dem Sinn und Zweck der Regel argumentieren: Wenn schon auf NRW-Ebene gelten soll, dass ein Spieler aus der höheren Mannschaft nicht – durch nochmalige Meldung als Stammersatzspieler – in der tieferen Mannschaft den Wettbewerb verzerren darf, dann sollte dies für eine Meldung als Stammersatzspieler in tieferen Mannschaften auf Verbands- oder Bezirksebene erst recht gelten. (ms)
Update (15.9.2025): Der im Update vom 5.6.2025 erwähnte Artikel ließ bereits den Rückschluss zu, dass der Schachbund NRW auch eine zweimalige Aufstellung als Stammersatzspieler in NRW-Kadermannschaften ermöglichen wollte. In der offiziellen Ausschreibung zur Mannschaftsmeisterschaft 2025/26, datierend vom 18.7.2025, hat der Schachbund jetzt bestimmt, dass die Regelung zur Kaderaufstellung wie folgt gelockert wird: Ein Spieler darf nur in zwei Mannschaftskadern gemeldet werden, dabei allerdings auch zweimal als Stammersatzspieler. § 10.2 BTO NRW soll beim nächsten NRW-Kongress entsprechend geändert werden. (ms)
Ostereier-Blitzturnier 2025
Godesberg SVM-Blitzmeister
Martin Upleger siegt im Einzelturnier
Der Godesberger SK hat die SVM-Blitz-Mannschaftsmeisterschaft 2024/25 gewonnen. Nach Platz 2 im Vorjahr gewann die erste Mannschaft aus Godesberg das Turnier am 15.3. in Köln-Mülheim stark vor der SG Porz und Vorjahressieger SV Dormagen. In der Besetzung Schulte-Geers, Köhler, Seger, Wigger und Rybarczyk – schloss GSK I das 15-Runden-Turnier mit 27:3 Mannschaftspunkten ab. Das Team siegte insgesamt 13mal und musste nur eine – frühe – Niederlage, in Runde 3 gegen die SG Porz I hinnehmen und sich einmal – gegen die Langenfelder SF – mit Remis begnügen.

Die zweite Mannschaft der Godesberger kam mit 22:8 Mannschaftspunkten auf Rang 5. Das Team des SK Troisdorf erreichte mit 9:21 Punkten Platz 13. Aus den Einzelergebnissen ist hervorzuheben, dass Stephan Bröhl von GSK II mit 12.0 Punkten gegen starke Konkurrenz die Rangliste als bester Spieler an Brett 4 anführte.

Bei der SVM-Blitz-Einzelmeisterschaft 2024/25 siegte unterdessen – wie im Vorjahr – Martin Upleger von den Rheinbacher SF. In dem 21-Runden-Turnier, das am 22. März bei den SF Lohmar ausgetragen wurde, erzielte er 17.0 Punkte (16 Siege, 2 Remis, 3 Niederlagen) und lag damit klar vor Christian Köhler vom Godesberger SK und Adrian Müller von der VdSF Bonn, die mit jeweils 15.0 Punkten die Plätze 2 und 3 belegten. Thomas Stenzel und Klaus Rybarczyk vom Godesberger SK kamen auf Rang 7 und 8. (Tabelle hier, sobald verfügbar.)
Weiter geht es nun mit der NRW-Blitz-EM am 29. März in Halle (Westfalen) und der NRW-Blitz-MM am 26. April in Leverkusen. Vom 23. bis 29. Mai ist die klassische SVM-Einzelmeisterschaft bei den SF Schlebusch in Leverkusen geplant. (ms)
9. Bayer Sommeropen 2025
Off. Linksrh. Meisterschaft 2025
SVM-Blitz-EM in Lohmar
Am Samstag, den 22.03.25 treffen sich die besten Blitzer der Region Köln, Bonn und Aachen in der Villa Friedlinde in Lohmar. Die Veranstaltung in der Bachstr.12 geht von 14-17 Uhr. Gespielt wird mit dem Modus 3 Minuten + 2 Sekunden Bonus pro Zug. Die Sieger qualifizieren sich für die NRW-Meisterschaft. Wie immer sind Zuschauer willkommen.
Sven Akstinat
33. Derichsweiler-Open
Turniere in Siegburg
Der SC Siegburg richtet auch in diesem Jahr wieder sein beliebtes Siegburg Open aus. Das Turnier ist zugleich die Offizielle Siegburger Schach-Stadtmeisterschaft 2025. Es werden gespielt: 7 Runden klassisches Schach nach Schweizer System. Die Bedenkzeit beträgt 100 Minuten für die gesamte Partie, zzgl. 30 Sekunden Inkrement ab dem 1. Zug. Die erste Runde findet statt am Donnerstag, den 8.5.2025, ab 19.30 Uhr. Spielort ist das Seniorenzentrum Siegburg, Heinrichstraße 10, in 53721 Siegburg.
Bereits am Donnerstag, den 13.3.2025, ab 19.30 Uhr, beginnt am selben Ort die Offizielle Siegburger Schnellschach-Einzelmeisterschaft 2025 („Siegburger Schnelle“). Gespielt werden hier an drei Terminen jeweils 5 Runden Schnellschach mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten pro Partie. Für weitere Informationen siehe die vorstehenden Ausschreibungen.
BKV-SBRS-EM 2024/25 – Rd. 6
Turnierausschreibungen
Grenke Chess Open 2025
Die Ausschreibung zum Grenke Chess Open 2025 in Karlsruhe ist online! Das vermutlich größte Schachturnier der Welt findet auch in diesem Jahr wieder an Ostern statt. Vom 17. bis 21.4. werden 9 Runden klassisches Schach nach Schweizer System gespielt; die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für die gesamte Partie zzgl. 30 Sekunden Inkrement ab dem 1. Zug. Das Teilnehmerfeld teilt sich dabei in drei Gruppen: A-Open ab DWZ/ELO 1950; B-Open bis DWZ/ELO 2000 und C-Open für Spieler mit DWZ <1400 / ELO <1600. Parallel dazu wird außerdem ein Schach960-Turnier angeboten. Turnierort ist das Kongresszentrum Karlsruhe, Schwarzwaldhalle, Festplatz 5 in 76137 Karlsruhe. Der Gesamtpreisfonds des Grenke Chess Open beläuft sich wie im Vorjahr auf 70.000 €. Für weitere Einzelheiten siehe die Ausschreibung.
